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Erbschafts- / Schenkungsteuer-Bescheid (Finanzamt) — einfach erklärt
Erbschafts- / Schenkungsteuer-Bescheid (Finanzamt): Was bedeutet das Schreiben, welche Fristen gelten und was passiert, wenn man nichts tut? Wir erklären es in einfacher Sprache — mit Konsequenzen und fertigen Antwort-Vorlagen.
# Erbschafts- / Schenkungsteuer-Bescheid
Was bedeutet das Schreiben?
Das Finanzamt setzt mit diesem Bescheid fest, ob und wie viel Erbschaftsteuer (nach einem Erbfall) oder Schenkungsteuer (bei einer Schenkung zu Lebzeiten) zu zahlen ist. Der Bescheid folgt auf die Erbschaft-/Schenkungsteuererklärung, die du abgeben musst.
Wichtige Punkte
- Freibeträge (Stand 2026, alle 10 Jahre neu):
- Ehepartner / eingetragene Lebenspartner: 500.000 €
- Kinder: 400.000 € pro Kind
- Enkel: 200.000 €
- Eltern / Großeltern: 100.000 €
- Geschwister, Nichten, Neffen: 20.000 €
- Alle anderen: 20.000 €
- Steuerklassen: Je enger die Verwandtschaft, desto niedriger der Steuersatz (7–50 %).
- Einspruchsfrist: 1 Monat nach Bekanntgabe des Bescheids (§ 355 AO).
- Bewertung von Immobilien: Oft werden Grundbesitzwerte zu hoch angesetzt — hier lohnt sich die Prüfung besonders.
- Nachlassverbindlichkeiten: Beerdigungskosten (10.000 € Pauschale), Schulden des Verstorbenen, Pflichtteilsansprüche — alles abziehbar.
- Versorgungsfreibetrag: Für Ehepartner zusätzlich 256.000 €, für Kinder bis 52.000 € (je nach Alter).
Typische Fehler
- Freibeträge nicht ausgeschöpft (Ehepartner: 500.000 € + Versorgungsfreibetrag).
- Grundbesitzwerte nicht geprüft (Gutachten des Gutachterausschusses kann abweichen).
- Nachlassverbindlichkeiten nicht angegeben (Beerdigungskosten, Schulden).
- Schenkungen innerhalb von 10 Jahren werden zusammengerechnet — bei mehreren Schenkungen an die selbe Person.
- Kein Einspruch bei zu hohem Wert — nach einem Monat bindend.
Was passiert, wenn man nichts tut?
- Die festgesetzte Steuer muss innerhalb der Frist gezahlt werden (1 Monat nach Bekanntgabe).
- Bei Zahlungsverzug fallen Säumniszuschläge an (1 % pro Monat).
- Der Bescheid wird nach einem Monat bestandskräftig — zu hohe Werte können nicht mehr korrigiert werden.
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